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Sprache in der Kraftwerksmeisterausbildung

Unsere Sprache ist der Schlüssel zu allem. Wir leben mit ihr, in ihr und durch sie. Der gesellschaftliche Umgang gründet auf einer gemeinsamen Sprache, die uns die Erreichung unserer Ziele ermöglicht und ein soziales Miteinander garantiert.

Gleichzeitig kann man jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass Sprache immer mehr vernachlässigt wird, sei dieses im privaten, im schulischen oder im beruflichen Bereich. Fragmentarisches Schreiben, wie man es aus den sozialen Medien kennt, stellt dabei ein großes Problem unserer Zeit dar. Satzbau und Rechtschreibung treten so stark in den Hintergrund, dass es vielfach Mühe bereitet, den Inhalt des Geschriebenen zu begreifen.

Für den Kraftwerksbetrieb wie für alle anderen beruflichen Sparten ist es jedoch von größter Wichtigkeit, sich eines einwandfreien Sprachgebrauchs zu bedienen. Komplikationen, Missverständnisse und Unklarheiten sollten im Kraftwerksalltag, der höchste Genauigkeit fordert und in dem Nachlässigkeiten schwerwiegende Folgen haben können, nicht auftreten, insbesondere deshalb nicht, um große Schäden für Mensch, Umwelt und Unternehmen zu vermeiden.

In der Kraftwerksmeisterausbildung bildet folglich die Schulung der deutschen Sprache  einen wesentlichen Aspekt. Der angehende Kraftwerksmeister sollte fehlerfrei schreiben und sich unter Verwendung  eines korrekten Satzbaus sowie einwandfreier Grammatik ausdrücken können, um zum Beispiel Anweisungen im Kraftwerksalltag treffend und eindeutig zu verfassen. Der korrekte Gebrauch der deutschen Sprache sichert einen störungsfreien Ablauf und sorgt für eine deutliche Verständigung mit Mitarbeitern, Vorgesetzten und Fremdfirmen.

Die weitreichende Überarbeitung des bis dato verwendeten Lehrheftes Deutsch war in vielerlei Hinsicht notwendig geworden.

Zum einen musste der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Teilnehmer bei der Aufnahme ihrer Ausbildung zum Kraftwerksmeister immer jünger werden, zum anderen ist von besonderer Relevanz, dass in unserem Schulsystem die Vermittlung fundierter Basiskenntnisse in Grammatik, Satzbau, Orthographie und Interpunktion kaum mehr in den didaktischen Plänen vorkommt. Somit ist das Wissen der Teilnehmer an vielen Stellen äußerst lückenhaft, zumal die jüngeren Generationen die Änderungen, die durch die Rechtschreibreform hervorgerufen wurden, nur am Rande oder fast gar nicht erfahren haben. Das Lehrheft setzt an diesem Punkt an und vermittelt den Schülern gesundes, umfassendes Wissen, das in zahlreichen neuen Übungen erprobt und gefestigt werden kann. Der Anhang mit Übungen bietet Gelegenheit zur Selbstkontrolle.

Ferner gerät das Lesen als Freizeitbeschäftigung und Wissensquelle mehr und mehr in Vergessenheit, zumal moderne Medien scheinbar eine weniger anstrengende Informationsmöglichkeit bieten. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger geworden, den Teilnehmern im neuen Lehrheft ein Kapitel zum Umgang mit unbekannten Texten und zur Lesemethodik an die Hand zu geben, da auch modernste Medien diese Arbeit nicht leisten können und sich jeder auf sich selbst verlassen und seine Kompetenzen einsetzen muss.

Zudem wurden die Übungen zu den jeweiligen Kapiteln dem Wortschatz der jüngeren Generation angepasst, ohne jedoch den allgemein verbreiteten und gültigen Wortschatz außer Acht zu lassen. Mit gezielt eingeführten Vokabeln soll vielmehr der reduzierte Wortschatz erweitert werden.

Dies kommt auch im neuen Kapitel „Bewerbung“ zum Tragen, in dem Formulierungshilfen für alle Anforderungen rund um die Bewerbung gegeben werden.

Das Fachheft Deutsch bereitet jetzt noch umfassender auf die beruflichen Herausforderungen in der Kraftwerksmeisterausbildung vor!