Meisterausbildung im StrahlenschutzAnfang des Jahres 2010 wurde die Prüfungsordnung zu einer Meisterausbildung im Strahlenschutz durch die Industrie- und Handelskammer Ruhr in Essen veröffentlicht. Damit entsteht erstmals eine anerkannte Ausbildung im Strahlenschutz auf Meisterebene. Der neue Meisterkurs ist vorrangig auf Strahlenschutztätigkeiten in kerntechnischen Anlagen und Forschungseinrichtungen ausgerichtet. Er baut auf Vorkenntnissen als IHK-geprüfte Strahlenschutzfachkraft auf und setzt mindestens 2 Jahre Berufserfahrung voraus. Alternativ werden auch andere Ausbildungswege mit entsprechend längerer Berufspraxis im Strahlenschutz anerkannt. Der Ausbildungsgang entspricht dem Modell des Industriemeisters. Er beginnt mit einem übergeordneten Teil, den "Fachübergreifenden Basisqualifikationen", der für alle Industriemeister gleich ist und mit einer Prüfung vor der IHK Ruhr endet. Die Wissensvermittlung hierzu ist allgemein etabliert und kann bei örtlichen Bildungsträgern (z.B. IHK) erfolgen. Die Belegung von Kursen zu den "Fachübergreifenden Basisqualifikationen" ist ab sofort möglich, ebenso eine Anmeldung zum ersten Prüfungsteil erstmals im November 2010 (nur bei der IHK Ruhr). Der fachspezifische Teil wird in abgestimmten modularen Kursen beim Paul Scherrer Institut (PSI) in der Schweiz und der KRAFTWERKSSCHULE E.V. in Essen (KWS) vermittelt. Die Prüfung erfolgt wiederum vor der IHK Ruhr. Die Festlegung der Kursinhalte der fachspezifischen Vermittlung sowie die Kurserstellung sind derzeit in einer Projektgruppe des VGB PowerTech e.V. in Bearbeitung. Diese Kurse werden erstmals ab Beginn 2011 bei der KWS stattfinden. Die Prüfung des fachspezifischen Teils, der "Handlungsspezifischen Qualifikationen" beginnt voraussichtlich erstmals Ende 2011 bei der IHK-Ruhr. Damit werden Anfang 2012 die ersten Absolventen dieser neuen Fachrichtung als "geprüfte(r) Kraftwerksmeister/in Strahlenschutz" abschließen. Die KWS bildet bereits seit vielen Jahren Kraftwerksmeister mehrerer Fachrichtungen aus und arbeitet dabei erfolgreich mit der IHK Ruhr zusammen. Das PSI führt für die Schweiz seit langem Qualifikationskurse im Strahlenschutz durch, die durch die zuständige Behörde anerkannt sind. Durch die gemeinsame Ausbildung dieser beiden Lehranstalten und die Einbindung der zuständigen deutschen und schweizer Behörden wird angestrebt, dass der Abschluss auch die Voraussetzungen für die Anerkennung der Fachkunde als Strahlenschutzbeauftragter (eingeschränkter Entscheidungsbereich) in Deutschland sowie die Zulassung zur Strahlenschutztätigkeit in der Schweiz beinhalten. Die hierfür nötige Anerkennung der einzelnen Module sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ist vorgesehen. Alle Kurse im Strahlenschutz |
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